Budget für Weihnachtseinkäufe: Geschenke, Feiern und Reisen planen

Für Ihr Budget für Weihnachtseinkäufe ziehen Sie von den verfügbaren Mitteln zuerst notwendige Lebenshaltungskosten, bestehende Zahlungsverpflichtungen und geschütztes Geld ab. Den Rest verteilen Sie auf Geschenke, Feiern, Reisen, Versand und eine Reserve; erfassen Sie dabei zugesagte Käufe und noch nicht gekaufte Vorhaben getrennt, damit dieselbe Ausgabe nur einmal zählt.

Zeitraum festlegen und Unterlagen sammeln

Notieren Sie Anfang und Ende Ihres Planungszeitraums. Sie können beispielsweise die Einkäufe von Anfang November bis Ende Dezember planen und zusätzlich die daraus entstehenden Kartenabbuchungen im Januar prüfen. Kaufzeitraum und Zahlungsdatum beantworten unterschiedliche Fragen: Was haben Sie bereits gekauft, und wann muss das Geld tatsächlich auf dem Konto sein?

Legen Sie Kontostände, Einkommensnachweise, Kartenumsätze und Abrechnungen, Lastschriften, Reservierungen und Ihre Geschenk- oder Terminliste bereit. Geld auf mehreren eigenen Konten können Sie gegebenenfalls zusammenfassen. Eine Überweisung zwischen diesen Konten ist jedoch kein neues Einkommen. Ein ungenutzter Kreditrahmen oder ein noch nicht bestätigter Bonus gehört ebenfalls nicht zu den bereits verfügbaren Mitteln.

Die Verbraucherzentrale erklärt die Führung eines Haushaltsbuchs anhand von Einnahmen, festen und veränderlichen Ausgaben sowie regelmäßiger Bilanz. Sie weist auch darauf hin, kleine Beträge und Kartenkäufe zu erfassen. Die folgenden eigenen Rechenbeispiele übertragen solche Grundsätze auf ein begrenztes Einkaufsbudget zum Jahresende.

Den tatsächlich verfügbaren Einkaufsrahmen berechnen

Der Kontostand ist nicht automatisch Ihr Einkaufsbudget. Schützen Sie zunächst Miete, Lebensmittel, Energie, notwendige Fahrten und andere unverzichtbare Kosten desselben Zeitraums. Berücksichtigen Sie anschließend bereits entstandene Zahlungen, etwa ältere Kartenkäufe. Ein Notgroschen und Geld für andere Ziele bleiben außerhalb der Einkaufsmittel.

Im folgenden frei erfundenen Beispiel stehen für den gesamten betrachteten Zeitraum 1.400 Euro bereit. Ein separat aufbewahrter Notgroschen ist darin nicht enthalten. Die Beträge sind weder ein Beispiel für ein Monatsgehalt noch Haushaltsdurchschnitte, empfohlene Quoten oder eine Währungsumrechnung.

Posten Beispielbetrag Prüfung
Verfügbare Mittel 1.400 Euro Geld für denselben Zeitraum, ohne unsichere künftige Eingänge.
Lebenshaltung −700 Euro Geschützte Kosten für Wohnen, Lebensmittel, Energie und andere notwendige Ausgaben.
Alte Zahlungen −150 Euro Bereits geschuldete Beträge. In der Lebenshaltung enthaltene Posten nicht erneut abziehen.
Haushaltspuffer −50 Euro Zusätzlich geschütztes Geld außerhalb dieses Einkaufsplans.
Einkaufsrahmen 500 Euro Gemeinsame Obergrenze für Einkäufe und die Reserve innerhalb des Plans.

Die Kontrollrechnung lautet 1.400−700−150−50=500 Euro. Prüfen Sie auch die Einzelposten auf Überschneidungen: Sind bereits per Karte bezahlte Lebensmittel in den 700 Euro Lebenshaltung enthalten, dürfen dieselben Käufe nicht zusätzlich unter den alten Zahlungen abgezogen werden.

Ergibt sich null oder ein negativer Betrag, reduzieren oder verschieben Sie neue Einkäufe und freiwillige Vorhaben, bevor Sie ein zusätzliches Weihnachtsbudget einplanen. Bei unregelmäßigen Einnahmen lässt sich der Einkaufsrahmen beispielsweise erst nach einem bestätigten Zahlungseingang neu berechnen. So entstehen keine Kaufzusagen allein aufgrund einer erwarteten Einnahme.

500 Euro verteilen und fehlende Kosten finden

Planen Sie nicht nur den beworbenen Warenpreis, sondern den vollständigen erforderlichen Zahlbetrag ein. Dazu gehören gegebenenfalls Versand, Verpackung, Essen für eine Feier, Ihr Kostenanteil, Fahrten, Parken sowie noch offene Reisebeträge. Verwenden Sie bei konkreten Angeboten den Endbetrag einschließlich anwendbarer Steuern und Gebühren. Unbekannte Zusatzkosten bleiben als Schätzung sichtbar und müssen innerhalb der Obergrenze Platz haben.

Das Budget-Arbeitsblatt der US-Verbraucherschutzbehörde FTC gliedert Ausgaben beispielsweise nach Wohnen, Essen, Verkehr, Familie und Schulden. Hier dient nur diese allgemeine Suche nach fehlenden Kategorien als Anregung; US-Beträge oder Rechtsregeln werden nicht auf Deutschland übertragen.

Kategorie Beispiellimit Konkret festlegen
Geschenke 200 Euro Empfänger und Stückzahlen aufschreiben, dann Grenzen je Person setzen.
Feiern 100 Euro Termine sowie eigene Beiträge oder Lebensmittelkosten erfassen.
Fahrten 80 Euro Notwendige Reisen eingrenzen und Restbeträge zusätzlich zu Anzahlungen einbeziehen.
Dekoration 30 Euro Vorhandene Dinge prüfen und nur Fehlendes auflisten.
Versand 40 Euro Verpackung einschließen; bereits im Geschenkpreis erfassten Versand nicht erneut addieren.
Planreserve 50 Euro Spielraum für weitere Kosten innerhalb der Gesamtgrenze lassen.
Summe 500 Euro Alle Kategorien und die Reserve müssen zusammen in den Einkaufsrahmen passen.

Diese Verteilung ist keine empfohlene Quote. Wer nicht verreist, setzt die betreffende Kategorie auf null. Eine notwendige Familienfahrt kann dagegen Vorrang vor einem freiwilligen Kauf haben. Auch die kanadische Finanzverbraucherbehörde FCAC erläutert in ihrer Anleitung zur Budgetplanung, dass Bedürfnisse und Wünsche von der persönlichen Lebenssituation abhängen. Hier wird nur dieser allgemeine Gedanke genutzt, nicht kanadisches Recht oder ein kanadischer Haushaltsvergleich.

Der geschützte Haushaltspuffer von 50 Euro aus der vorherigen Rechnung und die 50 Euro Planreserve in dieser Tabelle sind zwei verschiedene Beträge. Der erste bleibt außerhalb des Einkaufsrahmens; der zweite steckt bereits in den 500 Euro. Die Reserve unter der Tabelle nochmals hinzuzuzählen würde die Grenze fälschlich auf 550 Euro erhöhen.

Ein zu hohes Angebot innerhalb der Obergrenze ausgleichen

Angenommen, die ausgewählten Geschenke kosten zusammen 230 Euro. Damit überschreiten sie das Geschenklimit um 30 Euro. Um insgesamt bei 500 Euro zu bleiben, ändern Sie die Auswahl oder senken andere Kategorien um zusammen 30 Euro. Ein Angebot wird nicht budgetgerecht, indem die Mehrkosten wegen eines Rabatts außerhalb der Tabelle bleiben.

Ein möglicher Ausgleich: Feiern von 100 auf 80 Euro und Dekoration von 30 auf 20 Euro senken. Die Kürzungen von 20 und 10 Euro geben 30 Euro frei. Die neue Verteilung lautet Geschenke 230 + Feiern 80 + Fahrten 80 + Dekoration 20 + Versand 40 + Reserve 50 = 500 Euro. Sie ersetzt die erste Verteilung; die beiden Pläne werden nicht zusammengerechnet.

Kürzen Sie nur noch nicht getätigte Käufe oder Verpflichtungen, die Sie tatsächlich ändern können. Bei einer gebuchten Feier oder Reise sind mögliche Stornokosten und Erstattungsbedingungen zu prüfen. Eine kleinere Zahl in der Tabelle bedeutet noch keinen Geldeingang. Ist die Anpassung nicht möglich, ändern Sie Menge, Inhalt oder Preisniveau der Geschenke und verschieben Sie den Kauf.

Die Gesamtgrenze bleibt auch bei bevorstehenden Rabattaktionen bestehen. Unterstellen Sie nicht, dass ein bestimmter Tag immer den günstigsten Preis bietet. Setzen Sie stattdessen den vollständigen Zahlbetrag und die tatsächlichen Liefer- und Rückgabebedingungen des gewünschten Artikels in Ihren Plan ein.

Leere Tabelle kopieren und Kaufstatus trennen

Kopieren Sie die folgende Tabelle in eine Notiz oder Tabellenkalkulation. Tragen Sie dort Limits, zugesagte Käufe und weitere geplante Ausgaben als Zahlen ein; anschließend berechnen Sie Prognose und Rest. Papier und eine Kontrollrechnung von Hand funktionieren ebenfalls. Die Vorlage ist zum Übertragen gedacht und keine herunterladbare Datei mit eingebauten Formeln.

Kategorie Limit Gekauft Geplant Prognose Rest
Geschenke ___ Euro ___ Euro ___ Euro ___ Euro ___ Euro
Feiern ___ Euro ___ Euro ___ Euro ___ Euro ___ Euro
Fahrten ___ Euro ___ Euro ___ Euro ___ Euro ___ Euro
Dekoration ___ Euro ___ Euro ___ Euro ___ Euro ___ Euro
Versand ___ Euro ___ Euro ___ Euro ___ Euro ___ Euro
Reserve ___ Euro ___ Euro ___ Euro ___ Euro ___ Euro
Summe ___ Euro ___ Euro ___ Euro ___ Euro ___ Euro
  1. Kategorielimits eintragen. Die Summe muss dem Gesamtbudget entsprechen. Nicht benötigte Kategorien erhalten null.
  2. Zugesagte Käufe unter „Gekauft“ erfassen. Gemeint ist der volle Betrag, zu dem Sie sich durch Bestellung oder Kauf verpflichtet haben, auch wenn die Kartenabrechnung noch nicht vom Konto abgebucht wurde.
  3. Nur ungekaufte Vorhaben unter „Geplant“ eintragen. Sobald Sie bestellen, löschen Sie den Betrag dort und übertragen ihn nach „Gekauft“. Derselbe Kauf darf nicht in beiden Spalten stehen.
  4. Prognose und Rest berechnen. Prognose = gekauft + geplant. Rest = Limit − Prognose. Eine negative Zahl klären Sie vor dem nächsten Kauf.
  5. Zahlungs- und Ankunftstermine separat notieren. Ergänzen Sie je Bestellung Zahlungsmittel, Abbuchungsdatum, benötigten Liefertermin sowie Storno- oder Erstattungsstatus. So prüfen Sie Betrag und Zeitplan unabhängig voneinander.

Soll die Reserve Versandkosten decken, können Sie die Reservezuweisung senken und die Versandzuweisung um denselben Betrag erhöhen. Die tatsächliche Versandgebühr erscheint nur einmal unter Versand. Sie zusätzlich als verbrauchte Reserve zu buchen, würde dieselben Kosten zweimal zählen.

Sind die übrigen 65 Euro vollständig frei verfügbar?

Nicht unbedingt. Prüfen Sie zuerst die Reserve, die Sie behalten möchten, und bislang fehlende Käufe oder Zahlungsverpflichtungen. Die folgende Abschlussübung verwendet ebenfalls die Gesamtgrenze von 500 Euro. Sie zeigt jedoch nicht den tatsächlichen Verlauf der unmittelbar zuvor geänderten Kategorieverteilung.

Angenommen, zugesagte Käufe betragen Geschenke 185 Euro, Feiern 90 Euro, Fahrten 80 Euro, Dekoration 20 Euro und Versand 35 Euro. Zusammen sind das 410 Euro. Weitere, noch nicht gekaufte Vorhaben von 25 Euro ergeben eine Prognose von 435 Euro. Damit verbleiben 500−435=65 Euro innerhalb des Gesamtlimits.

Behalten Sie davon eine Reserve von 50 Euro, sind nur 15 Euro neu verplanbar. Die zusätzlichen 25 Euro müssen für etwas stehen, das noch nicht in den zugesagten Käufen von 410 Euro enthalten ist. Wirkt der Rest auffällig hoch oder niedrig, suchen Sie zunächst nach fehlenden oder doppelt erfassten Posten, bevor Sie die Rechenregel ändern.

Eine noch ausstehende Erstattung von 20 Euro vermerken Sie separat. Erst nach bestätigtem Geldeingang oder bestätigter Rückbuchung passen Sie den betreffenden Kauf an. Dieselbe Erstattung darf nicht gleichzeitig als sinkender Kaufbetrag und neue Einnahme berücksichtigt werden. Auch bedingte Bonuspunkte bleiben getrennt von Kontoguthaben und bereits wirksamen Preisnachlässen.

Einkaufsplan und tatsächliche Abbuchungstermine abschließen

Ein ausgeglichener Einkaufsplan kann trotzdem ein zeitliches Zahlungsproblem haben. Sind 125 Euro für per Karte gekaufte Geschenke bereits unter „Gekauft“ enthalten, erzeugt die spätere Begleichung der Kartenrechnung keinen zweiten Weihnachtseinkauf über 125 Euro. Notieren Sie stattdessen Zahlungsdatum und notwendigen Kontostand in Ihrem separaten Geldflussplan, damit die Zahlung nicht mit unverzichtbaren Rechnungen kollidiert.

Auch bei Ratenkäufen zählt für die Kaufentscheidung der vollständige Kaufbetrag. Die einzelnen Raten und Termine stehen zusätzlich im Zahlungsplan. Wer nur die erste Rate betrachtet, kann künftige Verpflichtungen aus dem Blick verlieren. Bestätigte Finanzierungskosten aus dem Vertrag kommen hinzu. Ein Kredit oder Ratenmodell mit ungeklärten Kosten ist kein Standardweg, um ein Budgetloch zu schließen.

Bei gemeinsamen Ausgaben brauchen Sie ebenfalls zwei Betrachtungen. Bezahlen Sie zunächst eine Rechnung von 120 Euro und sollen später 80 Euro von anderen erhalten, beträgt Ihr eigener Anteil 40 Euro. Am Zahlungstag benötigen Sie aber zunächst 120 Euro. Trennen Sie Eigenanteil und Forderung in Ihren Aufzeichnungen und erfassen Sie den anfänglichen Abfluss von 120 Euro im Zahlungsplan. Die Erstattung steht nicht schon vor ihrem Eingang auf dem Konto bereit.

Zum Ende des Kaufzeitraums entfernen Sie verworfene Vorhaben oder übertragen sie ausdrücklich in den nächsten Plan. Gleichen Sie zugesagte Käufe, Stornierungen, Erstattungen und offene Zahlungen ab. Sie müssen verbleibendes Geld nicht vollständig ausgeben. Prüfen Sie, ob notwendige Lebenshaltung und geschützte Mittel weiterhin gedeckt sind, und nutzen Sie die tatsächlichen Aufzeichnungen als Grundlage für Ihr nächstes Budget.